In your eyes I'm going
verse opens his eyes ...
each page a sea,
every sea a while.
In your soul without a sky
no body you hide ...
for love love and be happy
near and far from me ...
... Like the wind.
what i wanted most was to be found and loved,despretly to be held and to be plessured.sadly thinking putting those stressful feelings behind me.and truely enough i would be happy with 1 of those red roses i realy love ,from the man loves me and also found me
When we Love without facing reality, someday we will hurt the one we love.
I think that most of the time we don't really know what makes our own light shine. If we did, I think most of us would use it to light our own path. Instead, I think others see our light and use it to help them find their way. If we are lucky enough to have a lot of people gathering to ours, their lights help us to find our own way. Nick Smalling
Ich und du
Wir träumten voneinander
und sind davon erwacht.
Wir leben, um uns zu lieben,
und sinken zurück in die Nacht.
Du tratst aus meinem Traume,
aus deinem trat ich hervor.
Wir sterben, wenn sich eines
im andern ganz verlor.
Auf einer Lilie zittern
zwei Tropfen, rein und rund,
zerfliessen in eins und rollen
hinab in des Kelches Grund.
Friedrich Hebbel
Totentanz
So sterben wir, so sterben wir.
Wir sterben alle Tage,
Weil es so gemütlich sich sterben läßt.
Morgens noch in Schlaf und Traum
Mittags schon dahin.
Abends scho zuunterst im Grabe drin.
Die Schlacht ist unser Freudenhaus.
Von Blut ist unsere Sonne.
Tod ist unser Zeichen und Losungswort.
Weib und Kind verlassen wir -
Was gehen sie uns an?
Wenn man sich auf uns nur
Verlassen kann.
So morden wir, so morden wir.
Wir morden alle Tage
Unsre Kameraden im Totentanz.
Bruder, reck dich auf vor mir,
Bruder, deine Brust
Bruder, der du fallen und sterben mußt.
Aus dem Grabe
Indessen du voll Kummer
in deinem Bette gewacht,
lag ich in sanftem Schlummer
im Grab die erste Nacht.
Um mich, du mein Gefährte,
gräme dich nicht zu sehr;
o glaube mir: die Erde
ist keinem Guten schwer.
Des Tages banger Schwüle,
des Streites Lärm entrückt,
ach, wie mich hier die Kühle,
die Stille mich beglückt.
Es steigt fortan mein Wollen
in Bäumen schlank empor;
in Blumen, düftevollen,
bricht mein Gefühl hervor;
und sproßt vom Grabesboden
ein Lilienstengel auf,
den reich' ich von den Toten
dir, lieber Freund, hinauf.
David Friedrich Strauß
Ballade vom Namenlosen
Er lebte weil er geboren war,
Er fand keinen anderen Grund.
Die Mutter liebte ganz früh sein Haar,
Einmal Eine dann seinen Mund,
Doch war es nicht wichtig und verging
Auch schnell, bevor ers ermessen.
Alles in allem war so gering -
Er hatte als er zu sterben anfing
Sich schon seit Jahren vergessen.
Maria Luise Weissmann
Es gibt Grenzen für jede Sache. Nicht Alles ist machbar.
An einen Freund
David Friedrich Strauß
Du nimmst als Strebenden
den kranken Mann,
siehst als noch Lebenden
den Toten an.
O rufe nicht zur Wehr,
mich nicht zum Tun;
mir ziemt kein Kämpfen mehr,
mir ziemt nur Ruhn.
Lieg ich im Bette hier
wie in der Gruft,
steigt der Gedanke mir
hoch in die Luft;
ich überschau als Schwan
mit Vogelblick
des Lebens wirre Bahn
und mein Geschick.
Nicht war, was ich geschafft,
allwege gut.
Ach, bald gebrach's an Kraft
und bald an Mut.
Hier von des Glückes Huld
ward ich begrüßt;
dort hab' ich eigne Schuld
wie schwer gebüßt.
Lob der schwarzen Kirschen
Des Weinstocks Saftgewächse ward
Von tausend Dichtern laut erhoben;
Warum will denn nach Sängerart
Kein Mensch die Kirsche loben?
O die karfunkelfarbne Frucht
In reifer Schönheit ward vor diesen
Unfehlbar von der Frau versucht,
Die Milton hat gepriesen.
Kein Apfel reizet so den Gaum
Und löschet so des Durstes Flammen;
Er mag gleich vom Chineser-Baum
In ächter Abkunft stammen.
Der ausgekochte Kirschensaft
Giebt aller Sommersuppen beste,
Verleiht der Leber neue Kraft
Und kühlt der Adern Aeste;
Amor und Psyche auf einem Grabmal
Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
Auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen schweben
Und schwinden wir
Und messen unsre trägen Tritte
Nach Raum und Zeit;
Und sind (und wissen's nicht) in Mitte
Der Ewigkeit.
Nach manchem voller Müh und Sehnen
Verseufzten Jahr
Umarmte sich in frohen Thränen
Ein liebend Paar.
Der Mond sah freundlich auf sie nieder;
Ein zarter Ton
Aus allen Büschen hallte wider:
"Endymion!
Ach, daß uns ewig, ewig bliebe
Der Augenblick!
Im ersten holden Kuß der Liebe,
Das reinste Glück!"
An die Dichterin
Gern flieht der Geist vom kleinlichen Gewühle
Der Welt, wo Albernheiten ernsthaft thronen,
Auf zu des Scherzes heitern Regionen,
Verhüllt in sich die heiligsten Gefühle.
Umweht ihn einmal Äther leicht und kühle,
So kann er nimmer wieder unten wohnen,
Und schnell wird jenen Scherz der Ernst belohnen,
Daß er sich neu im eignen Bilde fühle.
Die Wünsche, die dich hin zur Dichtkunst ziehen,
Der frohe Ernst, in den du da versankest,
Das sei dein eigen still verborgnes Leben;
Was du gedichtet, um ihr zu entfliehen,
Das mußt du, weil du ihr allein es dankest,
Ehescheidung (Amerikanisch)
Zum Pfäffel kam ein Pärchen und schrie:
"Geschwind und lasst uns frein!
Wir können keinen einzigen Tag
Mehr ohne einander sein!"
Und aber ein Jährlein kaum verstrich,
Sie liefen herbei und schrien:
"Herr Pfarrer, trennt und scheidet uns,
lasst keine Stunde fliehn!"
Das Pfäfflein runzelte sich und sprach:
"Macht euch die Scham nicht rot?
Wir haben es alle drei gelobt,
Euch trenne nur der Tod!"
"Rot macht die Scham, doch Reue blass!
Herr Pfarrer, gebt uns frei!"
Der Mann bot einen Dollar dar,
Die Frau der Dollars zwei.
Auf die unverhinderliche Art der Edlen Dicht-Kunst
TRutz / daß man mir verwehr / des Himmels milde Gaben /
den unsichtbaren Strahl / die schallend' Heimligkeit /
das Englisch Menschenwerk; das in und nach der Zeit /
wann alles aus wird seyn / allein bestand wird haben /
das mit der Ewigkeit / wird in die wette traben /
die Geistreich wunder-Lust / der Dunkelung befreyt;
die Sonn in Mitternacht / die Strahlen von sich streut /
die man / Welt-unverwehrt / in allem Stand kan haben.
Diß einig' ist mir frey / da ich sonst schier Leibeigen /
Die Nacht
Aus dem Walde tritt die Nacht,
Aus den Bäumen schleicht sie leise,
Schaut sich um in weitem Kreise,
Nun gib acht.
Alle Lichter dieser Welt,
Alle Blumen, alle Farben
Löscht sie aus und stiehlt die Garben
Weg vom Feld.
Alles nimmt sie, was nur hold,
Nimmt das Silber weg des Stroms,
Nimmt vom Kupferdach des Doms
Weg das Gold.
Ausgeplündert steht der Strauch,
Rücke näher, Seel an Seele;
O die Nacht, mir bangt, sie stehle
Dich mir auch.
Hermann von Gilm
"Mein Gott, Meier!" rief der alte Arzt.
"Haben Sie sich verändert! Man kennt Sie ja kaum wieder! Graue Haare haben Sie bekommen, einen Bart haben Sie sich zugelegt und dicker sind Sie auch geworden." - "Aber ich heiße doch gar nicht Meier", sagt dieser befremdet. "Was", rief der Doktor, "und Meier heißen sie auch nicht mehr?"
Urlaubswitze
Sitzt ein Mann in Spanien in einem Restaurant und schaut seinem Gegenüber auf den Teller, der mit etwas sehr großem bedeckt ist. Er fragt dann nach einiger Zeit: "Was haben Sie da eigentlich auf dem Teller?"
Antwortet der Andere: "Das sind Stierhoden. Eine Delikatesse!"
Nach einem kurzen Gespräch arrangiert der Andere, dass der Mann nach dem nächsten Stierkampf auch einmal die Hoden bekommt.
Joseph Freiherr von Eichendorff
Echte Liebe
Lau in der Nacht mag ich nimmer sein, -
Kalt oder brennend wie ein lohes Feuer!
O, Lust und Leiden sind nur farblos, klein,
Wo Liebe nicht ergriffen hat das Steuer!
Wer noch bei Sinnen, ist kein rechter Freier;
Wirf von dir ohne Zagen all was dein,
Der stirbt vor Liebe nicht, ein halbgetreuer,
Wer von der Liebe mehr verlangt als Pein.
Gleichwie ein Schiff, wenn sich die Wetter schwärzen,
an jähen Klippen treibt bei finstrer Nacht.
Auf weitem Meer der Wind' und Wogen Spiel,
So auf dem wüsten Meere meiner Schmerzen
Rainer Maria Rilke
Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
So müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
Der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
Ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
In der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
Sich lautlos auf. - Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
Und hört im Herzen auf zu sein.
Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg
Marienlied
Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.
Ich weiß nur, daß der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht,
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mir ewig im Gemüte steht.
Wilhelm Müller
Der Lindenbaum
Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
So manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort.
Ich muß auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findest du deine Ruh!
Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht,
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.
Christian Morgenstern
Degenhardt
Ich möchte Weintrinker sein,
Mit Kumpanen abends vor der Sonne sitzen
Und von Dingen Reden, die wir gleich verstehn,
Harmlos und ganz einfach meinen Tag ausschwitzen
Und nach Mädchen gucken, die vorübergehn.
Ich möchte Weintrinker sein,
Und nicht immer diese hellen Schnäpse saufen,
Nicht von Dingen reden, die nur mich angehn,
Mir nicht für zwei Gläser Bier Verständnis kaufen,
Nicht mit jenen streiten, die am Tresen stehn.
Ich möchte Weintrinker sein,
Bei 'nem herben roten oder leichten weißen
Diese schönen Gliedermassen
Diese schönen Gliedermassen
Kolossaler Weiblichkeit
Sind jetzt, ohne Widerstreit,
Meinen Wünschen überlassen.
Wär ich, leidenschaftentzügelt,
Eigenkräftig ihr genaht,
Ich bereute solche Tat!
Ja, sie hätte mich geprügelt.
Welcher Busen, Hals und Kehle!
(Höher seh ich nicht genau.)
Eh ich ihr mich anvertrau,
Gott empfehl ich meine Seele.
Heinrich Heine
Jugend, die mir täglich schwindet,
Wird durch raschen Mut ersetzt,
Und mein kühnrer Arm umwindet
Noch viel schlankre Hüften jetzt.
Tat auch manche sehr erschrocken,
Hat sie doch sich bald gefügt;
Holder Zorn, verschämtes Stocken
Wird von Schmeichelei besiegt.
Doch, wenn ich den Sieg genieße,
Fehlt das Beste mir dabei.
Ist es die verschwundne, süße,
Blöde Jugendeselei?
Heinrich Heine
Es hatte mein Haupt die schwarze Frau...
Es hatte mein Haupt die schwarze Frau
Zärtlich ans Herz geschlossen;
Ach! meine Haare wurden grau,
Wo ihre Tränen geflossen.
Sie küßte mich lahm, sie küßte mich krank,
Sie küße mir blind die Augen;
Das Mark aus meinem Rückgrat trank
Ihr Mund mit wildem Saugen.
Mein Leib ist jetzt ein Leichnam, worin
Der Geist ist eingekerkert -
Manchmal wird ihm unwirsch zu Sinn,
Er tobt und rast und berserkert.
Ohnmächtige Flüche! Dein schlimmster Fluch
Wird keine Fliege töten.
Ertrage die Schickung, und versuch
Gelinde zu flennen, zu beten.